Bluthochdruck: Ursachen und Risikofaktoren für Hypertonie
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Bluthochdruck: Ursachen und Risikofaktoren für Hypertonie

Die Ursachen von Bluthochdruck sind sehr unterschiedlich, häufig bleiben sie unklar. In vielen Fällen kann allerdings schon ein gesunder Lebenswandel den hohen Blutdruck senken. Lesen Sie hier mehr zu den Ursachen und Risikofaktoren für Hypertonie.

Wann ist der Blutdruck zu hoch?

Um den Blutdruck zu bestimmen, werden immer zwei Werte gemessen: Der systolische Wert beziffert den Druck, wenn sich das Herz zusammenzieht und wird zuerst genannt. Der diastolische Wert misst den Druck im entspannten Zustand des Herzens und steht an zweiter Stelle. Als normal gilt ein Blutdruck von etwa 120/80 bis 130/85.

Ab Werten von 140/90 liegt ein leichter Bluthochdruck (Hypertonie Grad 1) vor. Treten bei Ihnen regelmäßig zu hohe Blutdruckwerte auf, sollte ein Arzt die Ursachen abklären.

Ursachen: primärer und sekundärer Bluthochdruck

Bei den meisten Menschen ist Bluthochdruck eine eigenständige Erkrankung, die keine anderen Krankheiten als Ursache hat. In diesem Fall sprechen Ärzte von einem primären oder essenziellen Bluthochdruck.

Bei etwa zehn Prozent der Patienten entsteht der Bluthochdruck dagegen als Folge einer anderen Erkrankung. Dann handelt es sich um sekundären Bluthochdruck.

Risikofaktoren für primären Bluthochdruck

Die Neigung zu Bluthochdruck lässt sich nicht beeinflussen. Zu den unabwendbaren Risikofaktoren gehören:

  • familiäre Veranlagung
  • Alter
  • Geschlecht

Männer sind häufiger von Bluthochdruck betroffen als Frauen und auch mit dem Alter steigt der Blutdruck üblicherweise an, weil die Gefäße an Elastizität verlieren. In manchen Familien tritt Bluthochdruck besonders häufig auf.

Die gewichtigsten Risikofaktoren allerdings sind die Lebensumstände. Folgende Dinge können den Blutdruck in die Höhe treiben:

  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Stress
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Medikamente & Drogen
  • salzreiche Ernährung
  • kaliumarme Ernährung

Ab einem Bauchumfang von 102 Zentimetern bei Männern und 88 Zentimetern bei Frauen steigt das Risiko für Bluthochdruck ebenfalls deutlich an.

Regelmäßiger Ausdauersport und eine ausgewogene Ernährung können den Blutdruck senken. Bei manchen Menschen wird Bluthochdruck durch Salz verstärkt, andere sind weniger salzempfindlich.

Statt sofort zu medikamentösen Blutdrucksenkern zu greifen, sollte zuerst der Lebenswandel angepasst werden. Vor allem bei älteren Menschen reicht das allerdings nicht immer aus.

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Sekundäre Ursachen für Bluthochdruck

In seltenen Fällen ist eine andere Krankheit die Ursache für den Bluthochdruck. Mögliche Auslöser sind zum Beispiel:

  • Erkrankungen der Nieren und Nebennieren
  • Schilddrüsenkrankheiten
  • Gefäßkrankheiten
  • Stoffwechselstörungen, zum Beispiel Diabetes mellitus
  • Schlafapnoe

Die Gefäße werden bei dauerhaft erhöhtem Blutdruck in Mitleidenschaft gezogen und begünstigen eine weitere Erhöhung des Blutdrucks. An diesem Punkt ist es schwierig, eine klare Linie zwischen primärem und sekundärem Bluthochdruck zu ziehen.

Lässt sich eine ursächliche Erkrankung für den Bluthochdruck finden, sollte diese zunächst behandelt werden. Oft genügt das, um den Blutdruck wieder in normale Bahnen zu lenken. Wenn das nicht ausreicht, kommen zusätzlich Medikamente gegen Bluthochdruck zum Einsatz.

Ursachen für plötzlichen Bluthochdruck

Kurzzeitiger, spontaner Bluthochdruck bei körperlicher Anstrengung ist normal. Pendelt sich der Blutdruck danach schnell wieder ein, besteht kein Grund zur Sorge. Auch beim Arzt können die Werte durch Aufregung und Anspannung vorübergehend zu hoch sein.

Bleibt der Blutdruck aber über einen längeren Zeitraum zu hoch, sollten Sie nach den Ursachen suchen. Nehmen Sie zum Beispiel neue Medikamente? Konsultieren Sie Ihren Arzt, wenn das Problem länger anhält.

Steigen die Werte über 230 zu 130 mmHg, spricht man von einer hypertensiven Krise. Da solche hohen Werte Gefäße und Organe schädigen können, sollten Sie den Notruf wählen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
SM
Sascha Müller
Autor/-in
Ob Krankheiten behandeln oder die Traumfigur erreichen: Sascha Müller setzt sich als gelernter Fitnesskaufmann mit Faible für Medizin mit jeglichen Fragen im Gesünder Leben-Bereich auseinander.
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