Ratgeber: Gesundheit in der Schwangerschaft
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Ratgeber: Gesundheit in der Schwangerschaft

Es ist so weit: Der Kinderwunsch soll Wirklichkeit werden. Frauen können in der Vorbereitung auf die Schwangerschaft ihren Körper auf vielfältige Weise unterstützen. Neben einer gesunden Ernährung, ausreichend Bewegung sowie dem Verzicht schädlicher Substanzen, ist auch ein Blick auf die ergänzende Versorgung mit Vitaminen empfehlenswert, um den Körper als Zuhause für den Nachwuchs fit zu machen. Acht Tipps, wie Frauen bestens vorbereitet in die Schwangerschaft starten.

Vorbereitung auf die Schwangerschaft: Was der Körper jetzt braucht

Wie bereite ich mich vor, um schwanger zu werden? Die Zeit der Familienplanung ist eine aufregende Lebensphase für Frauen und ihren Partner. Aus zwei sollen drei werden – und vielleicht ist im Herzen sogar der Wunsch nach mehreren Kindern vorhanden. Gerade vor der ersten Schwangerschaft sind Paare oft verunsichert: Wie gelingt es am besten mit der Schwangerschaft? Welche Nährstoffe braucht der Körper jetzt besonders dringend, damit sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann? Und sollte man auf bestimmte Lebensmittel oder Substanzen bei Schwangerschaftswunsch sogar ganz verzichten? Klar ist: Je früher ein gesunder Lebensstil gepflegt wird, desto besser sind die Voraussetzungen für Mutter und Kind. Der Kinderwunsch ist der ideale Zeitpunkt, bestimmte Gewohnheiten kritisch unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls anzupassen – am besten gemeinsam mit dem Partner, dann fällt es leichter. Die folgenden acht Tipps unterstützen die Vorbereitung auf die Schwangerschaft.

Tipp 1: Dem Körper vertrauen und sich nicht stressen

„Verhindert Stress die Schwangerschaft?“, fragen sich viele Frauen, wenn die Schwangerschaft auf sich warten lässt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gibt Entwarnung: In aktuellen Studien sei bisher kein Zusammenhang zwischen dem Stresslevel der Frau (oder des Mannes) und einer möglicherweise eintretenden Schwangerschaft gefunden worden. Das eigene Stresslevel habe keinen direkten Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft. Allerdings dürfen indirekte Faktoren nicht unberücksichtigt bleiben: Geraten Paare unter Druck, gerät nicht selten ein Teufelskreis in Gang:

  • Sex wird zum Pflichttermin.
  • Die Lust auf Sex nimmt ab.
  • Die Sorge, dass einer von beiden möglicherweise unfruchtbar ist, nimmt zu.
  • Die Lebensqualität sinkt durch den Schwangerschaftsdruck.
  • Das Paar empfindet zunehmend Stress und kann die Kinderwunsch-Zeit nicht richtig genießen.
  • In stressigen Phasen neigt man eher zu einem ungesunden Lebensstil.

Das ist schade, denn auch die Vorbereitungen auf die Schwangerschaft können als eine sehr innige und intime Zeit erlebt werden. Es ist der Beginn der Lebensphase, in der ein Paar zukünftig zu dritt sein und ein neues Familienmitglied willkommen heißen möchte. Es ist auch der Lebensabschnitt, der ganz intensiv und bewusst nochmal zu zweit erlebt werden kann. Viele Paare machen nochmal längere Urlaube – und nicht selten wird das Kind in dieser Zeit gezeugt.

Wie lange auf eine Schwangerschaft warten ist normal?

Manchmal brauchen Paare Geduld. Möchten Paare ein Kind, ist es nicht ungewöhnlich, dass es etwas länger dauert, bis ein Schwangerschaftstest Nachwuchs ankündigt. Besonders, wenn die Frau zuvor hormonell verhütet hat, kann es sein, dass der Körper manchmal etwas Zeit braucht, bis er sich hormonell wieder eingependelt hat – nicht selten bis zu einem halben Jahr oder länger. Vielen Frauen hilft es, wenn sie einen Termin für eine Untersuchung und ein Beratungsgespräch bei Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin vereinbaren, wenn der Kinderwunsch im Raum steht. So lassen sich erste Fragen beantworten, die körperlichen Voraussetzungen klären und in der Regel viele Ängste nehmen. 

Wann unfruchtbar?

Mediziner sprechen dann von Unfruchtbarkeit, wenn ein Paar ein Jahr lang regelmäßig ohne Verhütung Geschlechtsverkehr hat und die Frau nicht schwanger wird. In Deutschland ist Angaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zufolge fast jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 Jahren ungewollt kinderlos. Zu den Ursachen gehören unter anderem gesundheitliche Erkrankungen sowie eine eingeschränkte Fruchtbarkeit oder Unfruchtbarkeit.

Tipp 2: Empfohlene Ernährung zur Vorbereitung auf die Schwangerschaft

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung unterstützt den Körper und stärkt ihn für die gewünschte Schwangerschaft. Dabei braucht es nicht kompliziert zu sein. Um sich auf die Schwangerschaft vorzubereiten, sollten Frauen die allgemeinen Empfehlungen für eine gesunde Ernährung berücksichtigen. Die zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) für eine vollwertige und ausgewogene Ernährung bieten eine wertvolle Orientierung. Die Basis bilden reichlich Gemüse, Salate und Obst, dazu Getreideprodukte wie Brot, Reis, Nudeln, Getreideflocken aus Vollkorn sowie Kartoffeln. Ergänzt wird diese Basis durch Milch und Milchprodukte, Fisch, geringe Mengen Fleisch sowie gesunde Öle und Fette. Eine möglichst bunte und frische Ernährung versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen für die Schwangerschaft, darunter Folsäure, Jod, Eisen und Omega-3-Fettsäuren.

Trinken nicht vergessen

Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig. Die DGE empfiehlt gesunden Erwachsenen sowie Schwangeren eine tägliche Trinkmenge von rund 1,5 Liter – am besten in Form von Wasser, ungesüßten Tees. Wer Saftschorlen mag, sollte diese verdünnen, am besten im Verhältnis 3:1 – also drei Teile Wasser und 1 Teil Saft. An heißen Tagen und bei körperlicher Betätigung benötigt der Körper mehr Flüssigkeit.

Vorbereitung auf die Schwangerschaft: Warum Übergewicht in der Schwangerschaft ein Risiko ist

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) rät Frauen, die planen schwanger zu werden, ei­ne best­mög­lich­e An­näh­er­ung des Kör­per­ge­wichts an ein Nor­mal­ge­wicht schon vor der Schwang­er­schaft zu er­reich­en. Übergewicht in der Schwangerschaft stellt laut der DGE einen Risikofaktor für die Gesundheit von Mutter und Kind dar, beispielsweise für Schwangerschaftsdiabetes oder für Geburtskomplikationen. Und auch die Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchungen per Ultraschall werden mit zunehmendem Bauchfettgewebe schwieriger.

Tipp 3: Das schadet dem Körper bei Schwangerschaftswunsch

Frauen, die schwanger werden möchten, sollten aufs Rauchen und auf Alkohol verzichten. Zigaretten und Alkohol enthalten Giftstoffe, welche dem Ungeborenen erheblichen Schaden zufügen können. Die giftigen Substanzen zirkulieren im Körper und gehen bei einer Schwangerschaft auf den Embryo beziehungsweise Fötus über. Das heißt: Das ungeborene Kind raucht und trinkt mit. Alkohol beispielsweise kann das fetale Alkohol-Syndrom (FAS), verursachen, die häufigste vermeidbare Behinderung Neugeborener. Das FAS wird während der Schwangerschaft durch Alkoholkonsum der Mutter ausgelöst. Kinder, die von einem FAS betroffen sind, weisen körperliche Entwicklungsstörungen auf und sind in ihrem Verhalten auffällig. Wie stark die Störungen sind, ist laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge abhängig davon, wie viel und wann in der Schwangerschaft Alkohol konsumiert wurde. Die meisten Schäden würden als lebenslange Beeinträchtigungen bestehen bleiben, so die BZgA. Eine risikolose Alkoholmenge während der Schwangerschaft gebe es nicht.

Raucht die werdende Mutter, ist laut dem Berufsverband der Frauenärzte e. V. (BVF) das Risiko einer Frühgeburt deutlich erhöht. Auch das Risiko für Totgeburten, Fehlbildungen sowie Wachstumsstörungen sei größer als bei schwangeren Nichtraucherinnen.

Tipp: Müssen Sie Medikamente einnehmen, fragen Sie Ihre:n Ärzt:in, ob Sie mit Kinderwunsch beziehungsweise in der Schwangerschaft etwas beachten müssen.

Wussten Sie: Das heranwachsende Kind wird bis zur neunten Schwangerschaftswoche als Embryo bezeichnet. Ab der neunten Schwangerschaftswoche sprechen Mediziner:innen von Fötus.

Tipp 4: Warum Bewegung bei Kinderwunsch nicht fehlen darf

Sport verbessert die körperliche Fitness, versorgt den Körper mit Sauerstoff, trainiert das Herz-Kreislauf-System, verbessert die Ausdauer, stärkt die Muskulatur und hilft, Übergewicht entgegenzuwirken. Regelmäßige Bewegung gehört daher zu den Empfehlungen für eine gesunde Lebensweise – das gilt für Frauen mit Kinderwunsch ebenso wie für Schwangere. Frauen, die als Vorbereitung auf die Schwangerschaft mit regelmäßigem Sport beginnen, haben in der Regel weniger Rückenschmerzen und Kreislaufbeschwerden während der Schwangerschaft.

Während der Schwangerschaft kann Sport helfen, Schwangerschaftsübelkeit zu lindern und den Verlauf der Schwangerschaft im Allgemeinen positiv zu beeinflussen. Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mitteilt, haben Schwangere, die mindestens dreimal pro Woche mindestens eine halbe Stunde sportlich aktiv sind, seltener Bluthochdruck oder Schwangerschaftsdiabetes. Sich regelmäßig zu bewegen, kann zudem dabei helfen, in der Schwangerschaft nicht übermäßig zuzunehmen. Auch Alltagsbewegung zahlt auf das Bewegungskonto ein. Treppensteigen, zu Fuß zum Einkaufen oder mit dem Rad zur Arbeit – all das fördert die körperliche Fitness.

Welche Sportarten sind vor und während der Schwangerschaft geeignet?

Wer bislang keinen Sport getrieben hat, sollte mit dem Training langsam beginnen, um den Körper in kleinen Schritten an die körperliche Belastung zu gewöhnen. Die Deutsche Sporthochschule empfiehlt gelenkschonende und stoßfreie Sportarten wie Walken oder Radfahren, aber auch Schwimmen, Aquafitness sowie Pilates und Gymnastik. Auch (Schwangerschafts-)Yoga sowie Qi Gong sind sanfte Sportarten – die zudem die Entspannung fördern. Schwangere sollten „moderat aktiv sein“, sich beim Sporttreibens also noch unterhalten können. So wird einer Überlastung des Körpers vorgebeugt.

Wichtig: Frauen mit einer Risikoschwangerschaft müssen vorsichtig sein – das gilt zum Beispiel bei einem erhöhten Fehlgeburtsrisiko, Blutungen, vorzeitigen Wehen, Vorerkrankungen oder gesundheitlichen Problemen während der Schwangerschaft. Bevor diese Frauen sportlich aktiv sind, sollten sie, um Risiken zu vermeiden, mit ihrem behandelnden Arzt oder der Ärztin abstimmen, ob Sport während der Schwangerschaft geeignet ist und falls ja, welche Sportarten sie in welcher Intensität durchführen können.

Ich habe schon vor meiner Schwangerschaft gerne Yoga gemacht. Yoga vereint für mich körperliche Aktivität mit Entspannung. Das tut mir gut. Ich fühle mich fitter und auch mental ausgeglichener. Während meiner Schwangerschaft habe ich mich zum Schwangerschaftsyoga angemeldet. Die Übungen waren so zusammengestellt, dass sie auch mit rundem Bauch gut machbar waren und keine frühzeitigen Wehen auslösen können. Auch die Atemübungen und Meditationen haben mir geholfen, in die Ruhe zu finden, in meinen Körper hineinzuspüren und mein Kind im Bauch bewusster wahrzunehmen. Außerdem habe ich dort tolle Frauen kennengelernt, mit denen ich mich austauschen konnte und mit denen ich noch heute in Kontakt bin.

— Elena Frankenberger-Cermjani, Mutter der sechs Monate alten Ella

Tipp 5: Was Folsäure für die Familienplanung unverzichtbar macht

Frauen mit Schwangerschaftswunsch wird geraten, bereits als Vorbereitung auf die Schwangerschaft Folsäure zu ergänzen. Empfohlen wird eine Nahrungsergänzung von täglich 400 Mikrogramm Folsäure. Da Folat eine zentrale Stellung bei der Zellteilung und Blutbildung einnimmt, kann eine Unterversorgung in der Frühphase der Schwangerschaft zu erheblichen Komplikationen führen, warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), darunter Früh- und Fehlgeburten sowie schwere Fehlbildungen des Säuglings wie der offene Rücken (Neuralrohrdefekt). Frauen, die schwanger werden wollten, sollten daher zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung 400 Mikrogramm synthetische Folsäure einnehmen, damit sich das Ungeborene optimal entwickeln kann. Die Einnahme solle mindestens vier Wochen vor Beginn der Schwangerschaft anfangen und während des ersten Drittels der Schwangerschaft beibehalten werden. Frauen mit Schwangerschaftswunsch sollten sich an ihre:n Gynäkolog:in wenden.

Tipp 6: Welche Rolle Jod bei der Schwangerschaftsvorbereitung spielt

Ein Jodmangel vor und während der Schwangerschaft hat ebenso wie ein Folsäuremangel schwere Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes im Mutterleib. Nicht nur das Risiko für Früh- und Fehlgeburten ist bei einem Jodmangel der Mutter erhöht. Der Säugling kommt zudem bereits mit einem Kropf zur Welt und im ungünstigsten Fall treten dauerhafte Entwicklungsstörungen des Skelett- und Nervensystems auf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt bei Kinderwunsch daher, täglich 200 Mikrogramm Jod aufzunehmen und während der Schwangerschaft auf eine tägliche Zufuhr von 230 Mikrogramm zu kommen. Stillende benötigen 260 Mikrogramm Jod pro Tag. Gute Jodlieferanten sind Milch- und Milchprodukte, Seefisch, Meeresfrüchte, Algen sowie Jodsalz und Mineralwasser. Da der Jod-Bedarf während der Schwangerschaft allein über Nahrungsmittel nicht zu erreichen ist, sollte zusätzlich supplementiert werden.

Achtung: Die Dosierung eines Jodpräparates sollte in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin erfolgen. Frauen mit Schilddrüsenerkrankungen sollten vor der Supplementation ebenfalls Rücksprache mit der:dem behandelnden Ärzt:in halten.

Tipp 7: Zahnarztbesuch vereinbaren als Vorbereitung auf die Schwangerschaft

An was viele Frauen mit Kinderwunsch vermutlich zuerst nicht bedenken, ist die Kontrolle beim Zahnarzt. Doch auch der Zahnarzttermin gehört zu den wichtigen Vorbereitungen auf die Schwangerschaft dazu. Der Grund: Die hormonellen Umstellungen während der Schwangerschaft begünstigen Zahnfleischprobleme und auch zahnerhaltende Maßnahmen können während der Schwangerschaft erschwert sein. Das bedeutet: Stehen aufwändigere Zahnbehandlungen an, sollten diese vor der Schwangerschaft durchgeführt werden – und abgeschlossen sein. Angaben der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) zufolge ist vermehrtes Zahnfleischbluten oft das erste Anzeichen einer Schwangerschaftsgingivitis, also einer Zahnfleischentzündung während der Schwangerschaft.

Tipp 8: Diese Impflücken sollten Frauen vor der Schwangerschaft schließen

Ebenso sollten Frauen im Rahmen der Schwangerschaftsvorbereitung den Impfpass checken lassen. Virusinfektionen sind mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko für Mutter und Kind verbunden. Daher sollte der Impfstatus überprüft und Impfungen falls notwendig aufgefrischt werden. Da nicht alle Impfungen während der Schwangerschaft erfolgen können, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) Frauen einige Impfungen bereits vor einer möglichen Schwangerschaft. Ein Impfschutz sollte vor allem vorhanden sein gegen:

  • Masern
  • Röteln
  • Windpocken

Diese Impfungen erfolgen mit sogenannten Lebendimpfstoffen, die in der Schwangerschaft nicht geimpft werden dürfen. Während der Schwangerschaft wird zudem ein Impfschutz gegen Grippe und Keuchhusten empfohlen. Mit inaktivierten Impfstoffen, wie sie bei den Impfungen gegen Grippe, Tetanus oder Keuchhusten verwendet werden, dürfen sich Schwangere impfen lassen. Die Impfungen erfolgen laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bevorzugt ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft.

Ein aktiver Impfschutz schützt die Schwangere und den Fötus während der Schwangerschaft und das Neugeborene in den ersten Wochen nach der Geburt. Frauen mit Schwangerschaftswunsch sollten einen Termin bei ihrem Hausarzt oder ihrer Hausärztin vereinbaren und den Impfstatus überprüfen lassen. 

Wichtig: Jede Schwangerschaft ist einzigartig, und es ist ratsam, immer mit einem Arzt oder einer Hebamme zu sprechen, um eine individuelle medizinische Beratung zu erhalten.

Die Sorge, das Baby könne aufgrund des Sporttreibens zu früh zur Welt kommen, ist unbegründet, gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Entwarnung. Studien würden kein erhöhtes Risiko für vorzeitige Wehen oder eine Frühgeburt zeigen, wenn sich Schwangere mit einer normal verlaufenden Schwangerschaft mehrmals in der Woche sportlich betätigen. Im Gegenteil: Es gebe sogar eine Reihe von Studien, die ein niedrigeres Frühgeburtsrisiko festgestellten, wenn die Schwangere sportlich aktiv ist.
Folatreiche Lebensmittel sind grünes Gemüse, insbesondere Blattgemüse wie Spinat und Salate, Tomaten, Orangen, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Fleisch, Eier und Milchprodukte.
Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) können während der Stillzeit grundsätzlich sowohl Tot- als auch die meisten Lebendimpfstoffe verabreicht werden. Allein die Gelbfieber-Impfung soll bei stillenden Frauen nicht erfolgen. Optional können auch folgende Totimpfstoffe nach Risiko-Nutzen-Abwägung durchgeführt werden: Poliomyelitis (IPV-Impfstoff), Meningokokken C, Pneumokokken, HPV-Impfung (Humane Papillomviren), gegebenenfalls die Reiseimpfungen Tollwut, Typhus (parenteraler Totimpfstoff), Japanische Enzephalitis, Meningokokken sowie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Frauen, die stillen und sich impfen lassen möchten/sollen, sollten sich von ihrem Hausarzt oder ihrer Hausärztin beraten lassen.

Quellen:

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familienplanung.de: „Alkoholembrypathie“. Online-Information der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

familienplanung.de: „Rauchfrei in der Schwangerschaft“. Online-Information der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

frauenaerzte-im-netz.de: „Rauchen in der Schwangerschaft und seine Folgen“. Online-Information des Berufsverbands der Frauenärzte e. V. (BVF).

dge.de: „Handlungsempfehlungen – Ernährung in der Schwangerschaft“. Online-Information der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE).

dge.de: „Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in Schwangerschaft“. Online-Information der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE).

dge.de: „Jod“. Online-Information der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE).

dge.de: „Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE“. Online-Information der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE).

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Katharina Rosenfeld: „Zum ersten Mal schwanger. Bestens vorbereitet durch die Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit. Baby Bliss Books 2023.

bmfsfj.de: „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit“. Online-Information des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

informationsportal-kinderwunsch.de: „Wie kann ich die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft steigern?“. Online-Information des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

informationsportal-kinderwunsch.de: „Individuelle Lebensweise als Ursache“. Online-Information des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

gesund-ins-leben.de: „Vorbereitung auf die Schwangerschaft“. Online-Information des Netzwerks zur Förderung der frühkindlichen Gesundheit – von der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE).

gesund-ins-leben.de: „Alkohol, Rauchen und Medikamente“. Online-Information des Netzwerks zur Förderung der frühkindlichen Gesundheit – von der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE).

kzbv.de: „Zahngesundheit während der Schwangerschaft“. Online-Information der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV).

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gesundheitsinformation.de: „Schwangerschaft“. Online-Information des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

gesundheitsinformation.de: „Schwangerschaftsdiabetes“. Online-Information des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

klartext-nahrungsergaenzung.de: „Jod, Folsäure, Eisen… Welche Nahrungsergänzungen brauchen Schwangere?“ Online-Information der Verbraucherzentrale. (Stand: 22. November 2022)

dshs-koeln.de: „Sport und Schwangerschaft“. Online-Information der Deutschen Sporthochschule Köln.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
AL
Ann-Kathrin Landzettel
Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.
Ann-Kathrin Landzettel
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